sommerpause
träge ziehen ein paar sehr weiße wolken am himmel ich liege im schatten unter einem apfelbaum
nicht wirklich alt der baum doch viel zu früh gealtert erinnert er mich an mich
trägt kaum früchte bietet den sonderbarsten wesen ein zuhause
sobald ich auf die verückte idee komme etwas zu tun befällt mich merkwürdige müdigkeit
wenn ich liege geht es
dann komme ich mir in dem verschlafenen zustand sogar wach vor
habe ich diesen jungen wirklich gesehen? tätowiert am ganzen körper ach nein geträumt habe ich von ihm
als ich wach wurde musste ich an den mann auf dem fahrrad denken
ich bin sehr kurzsichtig und als er mir entgegen kam dachte ich er wäre schwarzhäutig
doch warum schimmerte seine haut so bläulich?
auf meiner höhe sah ich sein vollkommen tätowiertes gesicht und die vielen gepiersten stellen an seinem kopf
ein kleiner anflug von angst löste er in mir aus
er war so unwirklich
Mut der Verzweiflung dachte ich
dieser übergang von traum und wachzustand
wie die zerfransten ränder der wolken am blauen himmel
eine eidechse klettert immer wieder misstrauisch umher schauend an der holzwand hoch
meine hündin schläft
ein vogel landet ganz dicht neben mir betrachtet mich und fliegt laut schimpfend davon
zwei weinbauern schwätzen mit breitem dialekt im nachbargarten es klingt wie das noch entferntere bellen der hunde
aufblitzende metallreflektion am hohen himmel kleiner wie eine mücke malt das flugzeug zwei streifen an den himmel
erinnerung an den deutschlehrer der seine ihm wichtigen sätze immer sehr langsam an der tafel unterstrich an was dachte er dabei?
manchmal reden menschen mit mir die ich nicht kenne
sie tauchen in meinem kopf auf und sprechen sätze die ich schon einmal irgendwo gelesen habe
adamo war ein sänger der tränen auf reisen schickte und meine schwester hat sehr für ihn geschwärmt
noch heute verstehe ich meine eifersucht nicht ganz soll sie doch mit ihm weinen
wer weint den sonst mit ihr?
ich bin von euren wegen abgekommen und auf meiner insel gestrandet schmerzt mich meine einsamkeit mein köstlicher schutz
ganz genau sehe ich den weg und es gruselt mich bei dem gedanken ihn zu gehn
nein verirrt habe ich mich nicht
nein alleine will ich nicht sein
ich möchte nur nicht euer lied singen möchte nicht die ausgetretenen pfade gehn
ich brauche platz und sehr viel zeit
nicht wirklich alt der baum doch viel zu früh gealtert erinnert er mich an mich
trägt kaum früchte bietet den sonderbarsten wesen ein zuhause
sobald ich auf die verückte idee komme etwas zu tun befällt mich merkwürdige müdigkeit
wenn ich liege geht es
dann komme ich mir in dem verschlafenen zustand sogar wach vor
habe ich diesen jungen wirklich gesehen? tätowiert am ganzen körper ach nein geträumt habe ich von ihm
als ich wach wurde musste ich an den mann auf dem fahrrad denken
ich bin sehr kurzsichtig und als er mir entgegen kam dachte ich er wäre schwarzhäutig
doch warum schimmerte seine haut so bläulich?
auf meiner höhe sah ich sein vollkommen tätowiertes gesicht und die vielen gepiersten stellen an seinem kopf
ein kleiner anflug von angst löste er in mir aus
er war so unwirklich
Mut der Verzweiflung dachte ich
dieser übergang von traum und wachzustand
wie die zerfransten ränder der wolken am blauen himmel
eine eidechse klettert immer wieder misstrauisch umher schauend an der holzwand hoch
meine hündin schläft
ein vogel landet ganz dicht neben mir betrachtet mich und fliegt laut schimpfend davon
zwei weinbauern schwätzen mit breitem dialekt im nachbargarten es klingt wie das noch entferntere bellen der hunde
aufblitzende metallreflektion am hohen himmel kleiner wie eine mücke malt das flugzeug zwei streifen an den himmel
erinnerung an den deutschlehrer der seine ihm wichtigen sätze immer sehr langsam an der tafel unterstrich an was dachte er dabei?
manchmal reden menschen mit mir die ich nicht kenne
sie tauchen in meinem kopf auf und sprechen sätze die ich schon einmal irgendwo gelesen habe
adamo war ein sänger der tränen auf reisen schickte und meine schwester hat sehr für ihn geschwärmt
noch heute verstehe ich meine eifersucht nicht ganz soll sie doch mit ihm weinen
wer weint den sonst mit ihr?
ich bin von euren wegen abgekommen und auf meiner insel gestrandet schmerzt mich meine einsamkeit mein köstlicher schutz
ganz genau sehe ich den weg und es gruselt mich bei dem gedanken ihn zu gehn
nein verirrt habe ich mich nicht
nein alleine will ich nicht sein
ich möchte nur nicht euer lied singen möchte nicht die ausgetretenen pfade gehn
ich brauche platz und sehr viel zeit
samuel - 12. Jul, 12:50
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