11
Sep
2005

unerklärliche traurigkeiten

wasser längst vergessener träume
absichten einer kleinen blume
war doch unsre schwester
vergangenes blühen
der wind schleicht durch die sträucher
macht kleine türen auf
für die nester
in denen sich der herbst zu hause fühlen soll
wohlige runde mit freunden
lecker essen feines denken
wohlgesonnen werde ich geliebt
alles ist schön
warum bin ich nicht glücklich
trauer in mir fühlt sich betrogen
wann darf sie wieder mit mir alleine sein
habe ich angst fröhlich, heiter und gelassen zu sein?
süchtig auf meine trauer lauernd?
ich bin oft lieber alleine
wenn ich so traurig bin
so tief traurig und will gar nicht wissen warum
und wie lange sie bleiben will
meine trauer
nur möchte ich aufrichtig bleiben können
nicht lächeln
wenn ich ängstlich frage
nicht so verbindlich sein
wenn ich fliehen will
möchte nicht mehr so warten müssen
auf meine gelegenheiten
in denen meine gefühle
unerklärlich bleiben dürfen

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